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1. Mai: Zusage Tariq Ali

Tariq Ali war ’68 im britischen Widerstand gegen den Vietnamkrieg aktiv und ist Mitherausgeber der New Left Review.

Pressemitteilung 11.4.

Heute vor 50 Jahren, am 11. April 1968 wurde Rudi Dutschke auf dem Kurfürstendamm in Berlin von einem Rechtsradikalen angeschossen. Dutschke starb wenige Jahre später an den Folgen dieses Attentats. Der sozialistisch deutsche Studierendenverband (SDS) schuldigte daraufhin das Verlagshaus Springer an, mit ihrer Hetze gegen die Studierendenbewegung solche und andere Ausschreitung befeuert zu haben.
Rhonda Koch, Geschäftsführerin des Die Linke.SDS äußerte hierzu: ’50 Jahre später hat sich an der menschenverachtenden Meinungsmache von Bild und Co. nichts geändert. Bild bleibt tödlich. Ihre rassistische Hetzjagd auf Geflüchtete, auf muslimische Mitbürger*innen, Menschen mit migrantischen Erfahrungen; HartzIV-Empfänger*innen, ihre sexistischen Angriffe auf Frauen, sie alle formen eine rechte Ideologie, die sich in Hass entlädt.‘
Wir klagen Bild an, mitschuldig an den brennenden Geflüchtetenheimen und den rassistischen Übergriffen zu sein, mitschuldig an dem rassistischen und sexistischen Alltag.
Wir gendenken heute – im Sinne von Rudi Dutschke –  der Opfer der menschenverachtenden Ideologie von Springer and friends. Aus diesem Grund hat eine Gruppe Studierender vergangene Nacht mit einem Beamer den Spruch ’50 Jahre Hetze – Bild bleibt tödlich‘ an das Verlagsgebäude  von Springer geworfen.
Und wir schlagen zurück: diese Welt ist 50 Jahre nach 68 keinen Deut besser! Es wird Zeit, dass wir erneut anpacken, dass wir organisiert unser Leben in die Hand nehmen und es der Herrschaft von Merkel, Seehofer, Gauland und Reichelt entreißen.

Geschichte wird gemacht: Für ein neues 68 – feministisch, antirassistisch und von unten!

Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist eine Geschichte von Fremdherrschaft, eine Geschichte der 1 Prozent, in der wir meistens zuhören und zuschauen mussten. Rätselnd sitzen wir da, mit Blick auf den Boden in die Zukunft; ratlos, apathisch und bedrückt. Als hätten wir uns ergeben, als hätten wir still und ohne Aufbegehren die Geschichte dem System überlassen.

Aber sie haben sich verkalkuliert. Sie haben eine Variable ausgelassen in ihren Überwachungsservern. Sie haben vergessen, dass wir Menschen sind. Sie haben geglaubt, man könnte uns isolieren, flexibilisieren und gegeneinander aufbringen.

Ihr habt euch verspielt, denn es gab sie und es wird sie wieder geben, die, die aufgestanden sind:

die Verdammten dieser Erde, die jungen Rebell*innen, die Ausgebeuteten und Unterdrückten. Sie ‚wissen oder fühlen, dass es dabei um ihr Leben geht, um das von Menschen, das zum Spielball in den Händen von Politikern, Managern und Generälen wurde‘. Sie sind das Gegenteil eures Konformismus, sie sind alles andere als gleichgültig.

1968 hat die Welt rebelliert. Gegen die kapitalistische Herrschaft, gegen ihre imperiale Verwüstung, gegen ihren Rassismus und ihre Geschichtsverdrängung.

2018 machen wir es uns zur Aufgabe erneut zu rebellieren: gegen die Unterdrückung und Ausbeutung, gegen das System.

Für unsere Zukunft, unser Leben.

Geschichte wird gemacht.